Vom Mensch zur Maschine

Lange Zeit waren Maus und Tastatur die wichtigsten Mittel, um mit Computern zu interagieren. Mittlerweile sind Multi-Touch-Bedienung und Bewegungssensoren wie der „Kinect-Tiefensensor“ auf dem Vormarsch. Bei dieser aus Spielkonsolen bekannten Steuerungsmethode filmen mehrere Kameras ein dreidimensionales Bild der Umgebung – also den Menschen, der den Computer steuert. Natürlich reicht das Bild alleine nicht aus, um dem Rechner zu sagen, was er tun soll. Eine Bildverarbeitungssoftware ist nötig, um bestimmte Strukturen wie Hände und Arme sowie deren Bewegungen zu erkennen. Die Bewegungen sind mit bestimmten Befehlen verknüpft – so kann der Rechner „erkennen“, was der Mensch ihm mit einer Handbewegung sagen will.

Mit einem Wink in die Vergangenheit

Im Bereich der Interaktion zwischen Mensch und Computer haben neue technische Entwicklungen auch neue Forschungsfragen eröffnet. Geoinformatiker befassen sich mit der Frage, wie intuitive Gesten zur Steuerung räumlicher und zeitlicher Datensätze aussehen und wie sie programmiert werden können. Beim „Dreieck der Nachhaltigkeit“ geht es um die Interaktion mit einer Karte. Der Besucher kann durch Gesten und Handbewegungen den Maßstab verändern, also hinaus- und hineinzoomen. Zudem kann er auf der Karte navigieren und „Zeitsprünge“ machen, also historische Daten aus verschiedenen Jahren ansehen. Um passende und einfache Gesten zu finden, befragen Forscher viele Testnutzer, die Vorschläge abgeben können. Das „Dreieck der Nachhaltigkeit“ berücksichtigt die Ergebnisse solcher Nutzerbefragungen.